Familiengeschichte Fröhlich, Lutzer, Geisler, Muth, Ehmke

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Das Schicksal (m)einer wolhyniendeutschen Familie



Sie - die Familie Fröhlich - aus dem Gebiet Polnisch-Wolhynien (auch: Wolyn) - war in den Orten: Kurgane (auch Kurgany, Kurhany, Kurgane geschrieben) im Kreis Kostopol, Piaskow, Juczyn im Kreis Rowno, Antonowka, Oczereczanka und Berestowiec im Kreis Kostopol ansässig. Von dort sind Sie im Frühjahr des Jahres 1940 umgesiedelt worden. Mit der Zusage, für sich einen neuen Platz auf dem Land im Deutschen Reich zu bekommen, holte man sie aus ihrer Heimat nach Deutschland. Im Warthegau standen "leere" Häuser und Höfe zur Bewirtschaftung, aber in einem weitaus schlechteren Zustand als das Zurückgelassene Eigentum.

Wolhynien war von 1795 bis 1917 ein Gouvernement südwestlich Russlands, bewohnt von Russen, Ukrainern, Juden, Polen, Deutschen und anderen Völkern Asiens - wo sie sich um 1870 als Kolonisten niederliessen. Nach 1917, dem Ende des Ersten Weltkrieges (hier),  kam der westliche Teil Wolhyniens zu Polen und der östliche Teil gehörte der Sowjetunion, seit 1921/1922 der Ukrainischen SSR an.

Während des Ersten Weltkrieges, im Jahr 1915 wurden wurden die Deutschen als erste Volksgruppe 1915 nach Sibirien deportiert, auch sie - wie nahezu alle wolhyniendeutschen Familien, kamen sie als deutsche Kolonisten in die Verbannung nach Sibirien und kehrten erst ab 1918 in ihre durch den Krieg zerstörte wolhynische Heimat zurück. Auch dort erblickten Kinder das Licht der Welt.

Im Dezember 1939 begann Hitlers
Umsiedlungsaktion der Volksdeutschen unter dem Motto: "Heim ins Reich". Ein langer Marsch unter Aufgabe ihrer Ländereien, ihrer Wohnhäuser, ihres Viehs - mit vielen schweren, harten Hindernissen und Entbehrungen stand ihnen bevor. Aus dem wolhynischen Gebiet mit der organisatorischen Bezeichnung der EWZ: "Wo II" (Kostopol) sollten sie zusammen mit ca. 21.000 anderen Wolhyniendeutschen aus ihrer alten Heimat in das Deutsche Reich umgesiedelt werden. Davon wurden 8.500 Personen per Eisenbahn auf der Route Brest-Litowsk nach Terespol und weitere 12.500 Umsiedler auf dem Landwege zu den Grenzübergängen Dorohusk, Koden geschickt.

Ende Januar bis Anfang Februar 1940 kamen sie im polnischen Zgierz (bei Lodz / Litzmannstadt) an - mit dem Treck als auch mit der Bahn. Dort fanden sie vorerst für einige Zeit Unterkunft in einem Umsiedlerlager der Volksdeutschen Mittelstelle (Vomi).

Nach der ersten Erfassung der Umsiedler in Zgierz ging es von dort mit der Bahn in die Beobachtungslager (B-Lager) nach Sachsen - so z.B. ins vogtländische Auerbach und ins sächsische Pirna.

In den Jahren 1940 bis 1941 wurde Adolf Fröhlich mit seiner Familie dann in dem Dorf Dalkow , Gemeinde Brojce - Litzmannstadt-Land mit vielen anderen wolhyniendeutschen Familien angesetzt und erhielten einen Hof zugewiesen. Sein Vater, Alexander Fröhlich wohnte mit Frau Wilhelmine Fröhlich und den zwei Töchtern in Solca-Wielka, Gemeinde Tkaczer, Kreis Lentschütz.
Die Kinder besuchten dort bis zum Ende des Krieges die Schule. In Dalkow blieben sie bis zur erneuten Ausweisung aus Polen (diese Umsiedlung beruhte auf dem Potsdamer Abkommen von 1945) in die Lausitz nach Grosskoschen bei Senftenberg - jenseits der Oder im Jahr 1948 !

Im Oktober 1948 kam die Familie zunächst ohne Ehemann und Vater: Adolf Fröhlich, nach Küchensee.

Etwa im Frühjar des Jahres 1948 wurde Adolf Fröhlich aus der sowjetischer Kriegsgefangenschaft entlassen und ging über Laubusch nach Grosskoschen auf den Koschenberg. Zunächst suchte Adolf seine Familie über das Deutsche Rote Kreuz, so v.a. in der jetzigen VR Polen, fand sie und übersandte ihnen seine lausitzer Adresse.

Mit dieser Anschrift im Gepäck kamen die sechs dann im Oktober 1948 nach Grosskoschen.

 


 

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